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Einleitung
Die Krebserkrankung eines Kindes bedeutet eine Veränderung
gewohnter Lebenssituationen und fast immer eine existentielle Bedrohung aller
Familienmitglieder.
Die Diagnose „Krebs“ trifft die Familie plötzlich, ohne jede Vorbereitung und
erfordert eine völlige Neuorganisation familiärer Strukturen. Darüber hinaus
bedeutet die fortbestehende Unsicherheit über den weiteren Erkrankungsverlauf
für die Familie eine permanente Belastung.
(Koocher u. O’ Malier*) sind der Auffassung, dass krebskranke Kinder und
Jugendliche daher unter dem „Damokles-Schwert“ einer drohenden Wieder- und
Neuerkrankung leben.
In Übereinstimmung mit Petermann² et. al. 1990 ergeben sich
in der Remissionsphase belastende Auswirkungen in folgender Hinsicht:
für die Eltern
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Starke Anspannung mit negativer Erschöpfungssymptomatik,
psychosomatischen Störungen bis zur reaktiven Depression
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Beeinträchtigungen des Sozial- und Kontaktbereiches
(Eheprobleme, finanzielle Probleme, Beschränkungen in der Freizeit- und
Urlaubsgestaltung)
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Schuld und Schamgefühle
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Ängste vor einem Rezidiv
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Wiederholte Trennungsängste der Familie aufgrund von
Krankenhausaufenthalten des Kindes
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Einseitige Gesprächsorientierung hinsichtlich des
Krankheitsgeschehens
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Revision von Zukunftsvorstellungen und bisherigen
Lebenszielen
für die erkrankten Kinder
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Verarbeitung der Tatsache, dass ihre Eltern sie nicht vor
allem schützen können
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Verstärkte Abhängigkeit vom Elternhaus
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Verlust oder Einschränkung von Sozialkontakten
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Entwicklungsauffälligkeiten und -rückstände
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Bedrohung des Selbstbildes und Selbstwertes
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Ungewissheit hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen
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Ängste bezüglich des eigenen Sterbens und zukünftiger
Folgen der Erkrankung
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Bemühen der erkrankten Kinder für ihre Geschwister und
Eltern zu sorgen, sie zu entlasten
für die Geschwisterkinder
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Vernachlässigungsempfinden
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Nichtbegreifen der aufgetretenen Veränderungen
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Ängste, Aggressionen, Verunsicherungen
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Verhaltensauffälligkeiten
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Einschränkungen des sozialen Kontaktbereiches
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Vegetative Beschwerden
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Bedrohung des Selbstwerterlebens
Ausgangssituation
Interventionen
Ziel unserer Betreuung ist eine ressourcenorientierte,
stärkende, stabilisierende Begleitung während der Chemotherapie.
Die unmittelbare (direkte) Betreuung der Patienten
entsteht z.B. durch:
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psychosoziale Beratung im Einzel, Gruppen, Familiengespräch
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spielen mit dem Kind
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Gespräch auf Intensivstation
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Gespräch im Finalstadium
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Hausbesuche
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Trauerarbeit
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der Station und Tagesklinik
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mit 3 mal wöchentlicher Präsenszeit, (als niedrig schwelliges Angebot)
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kontinuierlicher Kontakt zu Eltern und Kindern gewährleistet
Der Umfang der Belastungsfaktoren und die Vielschichtigkeit
der Probleme lassen erkennen, dass die Normalisierung des familiären Alltags,
der innerfamiliären Beziehungen und eine Stabilisierung des familiären Gefüges
nur schwer und nicht in kurzer Zeit erreicht werden können.
Ausgangssituation
Interventionen
Ziel unserer Betreuung ist eine ressourcenorientierte,
stärkende, stabilisierende Begleitung während der Chemotherapie.
Der mittelbare Weg zur Betreuung der Patienten ergibt
sich durch:
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Einzel- und Teamsupervision
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regelmäßige Fallkonferenzen
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telef. Information / Vermittlung der Ärzte
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telef. Vermittlung durch Vereinsmitglieder der Luca
Dethlefsen Hilfe
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wöchentliche onkologische Klinikkonferenz
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Palliativarbeitskreis
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Gedächtnisfeier für verstorbene Kinder
*) Sinngemäß übernommen aus...
Koocher, (i. P/O’ Malley, JE (1981); The
damocles Syndrom: Psychosozial consequences of surving childhood cancer, New
York
2) Petermann, F., Noeker, M., Bochmann, V. & Bode, U. (1990). Beratung von
Familien mit krebskranken Kindern: Konzeption und empirische Ergebnisse. 2.
veränd. Auflage. Frankfurt/M.: Lang. |